Frances Noltekuhlemann


Frances Noltekuhlemann tritt für im Wahlkreis an. Sie ist 29 Jahre alt und Unternehmensberaterin im Bereich Digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung.

Wir haben Fragen:

Was ist aktuell die größte Herausforderung für junge Menschen?

Junge Menschen sind heutzutage leider mit vielen großen Herausforderungen konfrontiert. Die beiden größten Herausforderungen sind solche, die Ländergrenzen überschreiten: Der Klimawandel und die Bedrohung des europäischen Friedens. Der Klimawandel betrifft die junge Generation ganz besonders. Die aus diesem resultierenden schwerwiegenden Folgen (bspw. Stürme, Hochwasser) werden in den kommenden Jahren immer stärker zunehmen, wenn wir nicht endlich konkrete Maßnahmen ergreifen, um dem Klimawandel offensiv entgegenzutreten. Es muss eine langfristige Strategie für eine negative Bilanz der Treibhausgasemissionen erarbeitet und schnellstmöglich umgesetzt werden. Die Bedrohung des europäischen Friedens durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hat große Zukunftsängste zu uns gebracht. Niemals, wirklich niemals in unserem Leben war uns so bewusst, wie wichtig ein vereintes Europa ist – dafür brauchen wir endlich eine länderübergreifende Partei, die Europa in den Landtag bringt!

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Wie soll Schule in fünf Jahren in NRW aussehen?

Die Schule von morgen muss digital, inklusiv und bildungsgerecht sein. Die Corona-Pandemie hat die deutsche Rückständigkeit im Bildungsbereich nochmals verdeutlicht. Kinder sind die Zukunft unseres Landes: Wir müssen massiv in deren Ausbildung und somit das Schulsystem investieren. Wir benötigen eine offensive, digitale Schultransformation. Die Infrastruktur der Schulen muss an die digitale Realität angepasst und der Unterricht durch digitale, interaktive Lernmaterialen und neue Methoden, die individuelle Förderung & Forderung ermöglichen, ergänzt werden. Inklusion und Bildungsgerechtigkeit muss durch Einführung von Gemeinschaftsschulen, in denen flexiblere und individuelle Lehrpläne umgesetzt werden, intensiver gefördert werden. Die Aus- und Fortbildung von Lehrer*innen und der Einsatz einer ausreichenden Anzahl von qualifizierten Sonderpädagog*innen bilden hierfür das Fundament. Jeglicher Art von Diskriminierung muss, bspw. durch entsprechende Landesprogramme, entgegengewirkt werden.

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Bildung, Arbeitsmarkt, bezahlbarer Wohnraum – wie kann Ihre Partei die gleichen Chancen und Zugänge für alle Menschen garantieren?

Chancengleichheit muss in ALLEN Bereichen des Lebens fest als Grundprinzip verankert sein. Wir fordern daher: Mehr soziale Gerechtigkeit & Chancengleichheit für alle! Dies beginnt beim Wohnen: Wohnen ist ein Grundrecht. Daher setzen wir uns für die flächendeckende Umsetzung des „Housing First”-Konzepts ein. Zudem muss das Miteinander gestärkt und das Gegeneinander abgebaut werden. Wir müssen uns zu einer Gesellschaft entwickeln in der jede*r, die verdiente Wertschätzung erhält und am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann. Wirklich jede*r muss praktisch und nicht nur theoretisch Zugang zu wichtigen gesellschaftlichen Orten, sowie Schulen und Berufen haben, ohne dabei Gewalt, Ausgrenzung oder Diskriminierung fürchten zu müssen. Um dies zu erreichen, müssen konkrete Maßnahmen bspw. barrierefreier Zugang aller öffentlichen Gebäude, an den individuellen Stärken und Schwächen ausgerichtete Weiterbildungsmaßnahmen, gendergerechte Forschung u.v.m. umgesetzt werden

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Stichwort Wahlalter: Ab welchem Alter sollten Menschen bei der Landtagwahl ihre Stimme abgeben dürfen und warum?

Im aktuellen Landtag sind von 199 Mitgliedern lediglich 3 unter 30 Jahren und insgesamt 33 unter 40 Jahren alt. Insbesondere die Corona-Pandemie und die Klimakrise haben gezeigt, dass die Interessen von jungen Menschen in der Politik nicht ausreichend berücksichtigt werden. Besonders deutlich wurde dies bspw. beim vom BVerfG als verfassungswidrig eingestuften Klimaschutzgesetz aus 2019. Schüler*innen haben in der nahen Vergangenheit eindrucksvoll gezeigt, wie verantwortungsbewusst sie mit aktuellen und zukünftigen Herausforderungen umgehen können. Junge Menschen, Jugendliche und Kinder sind von zukunftsweisenden Entscheidungen der Politik überproportional betroffen. Daher sind die frühere und stärkere politische Partizipation und Repräsentation zwingend notwendig. Wir wollen daher das Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 Jahre absenken. Dies garantiert das Beenden der 10 Jahre dauernden Schulpflicht, bevor ein potenzieller Amtsantritt die Aufmerksamkeit von der Schulbildung ablenkt.

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Wie kann die Verkehrswende in NRW gelingen?

Unsere Vision ist, dass weder Stadt- noch Landbewohner*innen auf ein eigenes Auto angewiesen sind, und wir mit innovativen Ansätzen den Güterverkehr umwelt- und klimaschonender gestalten. Wir wollen den schienengebundenen ÖPNV sowie dessen weitere Elektrifizierung stärker ausbauen. Alte Strecken werden – wo möglich und nötig – reaktiviert und die vorhandenen Strecken ausgebaut. Um den Ausbau der Barrierefreiheit des ÖPNV zu beschleunigen, setzen wir uns dafür ein, bestehende Förderprogramme des Landes auszuweiten und verbindliche Standards an die barrierefreie Nutzung des ÖPNV festzulegen. Die Verteilung der Fördergelder muss bundesweit transparent und gerecht umgesetzt werden. Zusätzlich muss der ÖPNV vom Zwang der Gewinnerwirtschaftung befreit werden. Eine Reform der Verkehrsverbünde, die vereinfachte Fahrten durch verschiedene Verkehrsverbünde und einheitliche Tarife ermöglicht, ist längst überfällig und muss schnellstmöglich umgesetzt werden.

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